Freitag, 20. April 2012
Alltag (60): Wo laufen sie denn?
Nun ist er mit 14 Monaten ein agiler Po-Rutscher geworden und freut sich riesig über die neugewonnene Mobilität. Er hat seine Fortbewegungsweise inzwischen so weit perfektioniert, dass er nur per Hüftschwung durch Flur, Küche und Zimmer rutscht und dabei beide Hände für Bauklötze oder Gebäck freihat.
Vermutlich wird er am Ende wie sein großer Bruder auch die Krabbelphase ganz überspringen und letztendlich laufen sie dann doch alle – früher oder später.
Freitag, 30. März 2012
Technik (6): Smartphones in Kinderhand
Abb. T6.1: Screen und Zuordnung von Apps zu "KidsPlace"Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Man ordnet alle fürs Kind geeigneten Anwendungen bzw. Apps der Kindersicherung zu. Wird dann das Starter Icon von "Kids Place" getippt, stehen auch nur diese Anwendungen zur Verfügung. Es kann kein anderes Programm gestartet oder aus Versehen telefoniert werden. Dieser kindersichere Modus kann nur durch die Eingabe einer PIN beendet werden.
Dies schließt leider keine Fehlbedienung innerhalb der benutzten App aus. Manche kostenfreien Versionen haben in der App selber Bestellfunktionen für weitere Features. Hier könnten die Zwerge immer noch bestellen, downloaden und aktivieren. Man muss also weiterhin noch gucken, was die Kleinen mit dem Handy so treiben oder man stellt nur Apps in den Kindersicherungsmodus, die solche Nachbestellfunktionen nicht haben.
"Kids Place" gibt es im Android App Shop kostenfrei.
Da ich kein iPhone habe, weiß ich nicht genau, was es da etwas Ähnliches gibt. Meine Frau hat kurz nachgesehen und keine vergleichbaren Treffer bei den iPhone Apps gefunden - was aber nicht heißen muss, dass es nicht doch gute Kindersicherungen gibt. Dafür gibt es aber ganz tolle Schutzummantelungen, damit auch die Kleinsten das iPhone bedienen können. Aus meiner Sicht ein unsinniges Produkt, aber meistens gibt es doch Menschen, die so etwas haben wollen.
Abb. T6.2: Wer sein iPhone seinem Kleinkind zum Spielen überlassen will, kann es in eine schützende Halterung von Fisher Price packen (Bild von der Amazon-Bestellseite)Montag, 26. März 2012
Alltag woanders (28): Mary Poppins - Schritt und Tritt
Nachdem wir bereits vor gut anderthalb Jahren beste Erfahrung mit einer Ferienwohnung in London gemacht haben und stand fest, dass wir es diesmal wieder so angehen würden - vor allem, nach dem ich festgestellt hatte, dass das Einzelzimmer im Hotel neben der Sprachschule genauso wie kostet wie die drei Zimmerwohnung zwei Straßen weiter. Die Empfehlung und Vermittlung der Wohnung erfolgte übrigens als Service der Schule.
Eigentlich ist die Ecke so weit im Westen nicht unbedingt unsere, aber das war ja auch keine reine Vergnügensreise. Die Wohnung lag in im Erdgeschoss eines klassisch englischen Stadthauses. Als ich die Straße zum ersten Mal enlief und all die alten gut bürgerlichen Häuser mit den für London typisch unzähligen Schornsteinen auf den Dächern musste ich unwillkürlich an Mary Poppins denken. Es hätte mich nicht gewundert, wenn mir Mr. Banks auf dem Weg in die Bank entgegenkommen wäre.
Abb. Awo 28.2: So hätte es ausgesehen wenn Mary Poppins bei uns (in der Montage links) gelandet wäreDer Rest in der Wohnung war auch typisch britisch: Einfach verglast, nichts isoliert und im Winter recht frostig in der Nähe der Fensterscheiben. Nett war, dass es wirklich mehr als ausreichend Handtücher und kostenloses WLAN ab. Auch die andere Seite der Hauptstraße war nett: Der lag die moderne Westfield Mall - ein Monster einer Einkaufspassage mit allen Luxusmarken und Schnick und Schnack.
Übrigens hat die populäre Mary Poppins Nummer "Step in Time" auch im Deutschen eine schwachsinnigen Text: Im "Dachfirsttanz" heißt es "Keinen Inhalt hat das Lied / Vorwärst Freunde wer macht mit?"
Dienstag, 6. März 2012
Kinderbuch (5): Koala kuschelt für Kohle
Nett erzählt, nett bebildert und seit der Erstauflage ausverkauft und nie wieder aufgelegt. Wir haben das Buch vor einiger Zeit bei meiner Schwester gesehen, die es damals regelmäßig aus der Bücherein mitnahm. Kaufen könne man es nicht, da es nur zu überzogenen Preise gehandelt würde. Unserem Sohn fand es spontan auch klasse und wir machten uns auf die Suche nach dem übersehenen Schnäppchen im Netz.
Es stimmt tatsächlich: Verbliebene Neuausgaben kosten gerne mal 50 Euro und aufwärts. Auch bei den Gebrauchtausgaben werden gerne Apothekerpreise aufgerufen, die absolut jenseitig für Kinderbücher sind.
Wir haben letztendlich eine Ausgabe "mit leichten Gebrauchsspuren" für 16 Euro erworben. Bei den Gessprauchsspuren handelt es sich um zwei kleinere Kugelschreiber-Striche, die man leicht übersehen kann. Auch wenn der Große langsam aus der Zielgruppe des Bilderbuches herauswächst, so wird es doch immer wieder gerne herausgeholt, wenn man nach dem Vorlesen gerne noch ein bisschen kuscheln will wie der kleine Koala.
Samstag, 3. März 2012
Alltag (59): Das Social Media Tierchen frisst gerne Sandmann-Wurst
Ich war mit dem Größeren im Supermarkt einkaufen. Dabei lassen wir ihn manchmal auch das ein oder andere Stück auswählen, das er mitnehmen möchte. Nicht immer kommen dabei vernunftorientierte Entscheidungen zu Stande. Aber wenn wir ehrlich sind, sind auch all die anderen Dinge, die wir Erwachsenen in den Einkaufswagen legen, nicht immer nur nach rationalen Gesichtspunkten ausgewählt.
Diesmal war eine Truthahn-Fleischwurst mit einer Sandmann-Ansicht das Objekt der Begierde. Mittags musste sie gleich aufs Brot und ich habe gleich ein Bild davon gemacht und das bei Twitter und Facebook mit entsprendem Kommentar online gestellt. Man wünscht sich zwar meistens Reaktionen, ist aber auch schon gewohnt, dass eigentlich nichts passiert.
Die Sandmann-Wurst hat dem Social Media Tierchen aber offensichtlich richtig gut geschmeckt: Es gab Retweets, neue Follower, Likes und Kommentare... Irgendwie bleibt das ganze doch eine Art Blackbox: Wir halten der Community verschiedene Appetithappen hin und testen empirisch, was schmeckt und was nicht...


